Ahnenforschung vor 25 Jahren ...
.. war ein mühseliges Geschäft.
Wusste man ein Datum (Geburt, Heirat, Tod) genau, dann konnte man sich an das betreffende Standesamt wenden und eine Kopie des Eintrags anfordern.
Der wurde dann standardmäßig beglaubigt, was dann natürlich so seine Gebühren kostet.
Wusste man ein Datum nicht genau, dann wurde es schwierig, denn man musste ins Archiv.
Bei mir war das damals das
Nordrheinwestfälische Personenstandsarchiv im Schloß Augustusburg in Brühl.
Der Aufwand ganz schön hoch.
Vorarbeit leisten:
- Gesuchte Datum möglichst zeitlich eingrenzen, denn das spart wertvolle Zeit im Archiv.
- Den Ort des Ereignisses möglichst genau definieren können. Wissen zu welcher Gemeinde, Kreis, Gegend er zu der gesuchten Zeit gehörte. Welches Standesamt, welche Kirche war zuständig.
- Aus anderen Urkunden alle Details zu dem gesuchten Ereignissen notieren, da das die Suche evtl. vereinfachen kann.
- Urlaub nehmen und in Allerherrgottsfrühe losfahren um bei der Öffnung morgens direkt da zu sein.
Dann wurde den ganzen Tag (in Originalbüchern noch) gesucht, Einträge entziffert, gegrübelt und ab und an mal eine Urkundenkopie bestellt.
Von Öffnung bis Schliessung des Archivs war nahezu jede Minute mit konzentriertem Arbeiten gefüllt.
Glücklich war man, wenn man nach so einem Tag mit 1 - 3 richtigen Urkundenkopien zu Hause ankam.
Aber es gab auch Tage wo man nichts fand.
Ahnenforschung war damals noch richtiger Aufwand.
Es hat mich nicht gewundert, dass die anwesenden Damen und Herren Mitforscher locker Groß- und Urgroßeltern von mir hätten sein können.
Man brauchte Ruhe und Zeit, Zeit, ZEIT ...
.... ich habs dann erstmal wieder gelassen und aufgehoben für wenn ich in Rente bin.
luxuskatze am 03. April 11
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