Ahnenforschung vor 25 Jahren ...
.. war ein mühseliges Geschäft.
Wusste man ein Datum (Geburt, Heirat, Tod) genau, dann konnte man sich an das betreffende Standesamt wenden und eine Kopie des Eintrags anfordern.
Der wurde dann standardmäßig beglaubigt, was dann natürlich so seine Gebühren kostet.
Wusste man ein Datum nicht genau, dann wurde es schwierig, denn man musste ins Archiv.
Bei mir war das damals das
Nordrheinwestfälische Personenstandsarchiv im Schloß Augustusburg in Brühl.
Der Aufwand ganz schön hoch.
Vorarbeit leisten:
- Gesuchte Datum möglichst zeitlich eingrenzen, denn das spart wertvolle Zeit im Archiv.
- Den Ort des Ereignisses möglichst genau definieren können. Wissen zu welcher Gemeinde, Kreis, Gegend er zu der gesuchten Zeit gehörte. Welches Standesamt, welche Kirche war zuständig.
- Aus anderen Urkunden alle Details zu dem gesuchten Ereignissen notieren, da das die Suche evtl. vereinfachen kann.
- Urlaub nehmen und in Allerherrgottsfrühe losfahren um bei der Öffnung morgens direkt da zu sein.
Dann wurde den ganzen Tag (in Originalbüchern noch) gesucht, Einträge entziffert, gegrübelt und ab und an mal eine Urkundenkopie bestellt.
Von Öffnung bis Schliessung des Archivs war nahezu jede Minute mit konzentriertem Arbeiten gefüllt.
Glücklich war man, wenn man nach so einem Tag mit 1 - 3 richtigen Urkundenkopien zu Hause ankam.
Aber es gab auch Tage wo man nichts fand.
Ahnenforschung war damals noch richtiger Aufwand.
Es hat mich nicht gewundert, dass die anwesenden Damen und Herren Mitforscher locker Groß- und Urgroßeltern von mir hätten sein können.
Man brauchte Ruhe und Zeit, Zeit, ZEIT ...
.... ich habs dann erstmal wieder gelassen und aufgehoben für wenn ich in Rente bin.
luxuskatze am 03. April 11
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"Parteien" sind wie "Kirche" ...
Ich hab gestern "Die Machtfrage: Ansichten eines Nichtwählers" von Gabor Steingart ausgelesen.
Es ist immer wieder faszinierend wenn man Schriftstücke in die Finger kriegt wo andere Leute die eigenen diffusen Gedanken und Gefühle in klare Worte gefasst haben.
Komme zu dem Schluß:
"Parteien" sind wie "Kirche".
Ich bin ein politisch interessierter Mensch und auch dem christlichen Grundgedanken wirklich nicht abgeneigt - aber mit Parteien und Kirche will ich nichts zutun haben.
luxuskatze am 01. April 11
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Heute ist Wahltag .. mir graut's ..
Ich würde ja gerne meiner "bürgerlichen Pflicht" nachgehen, aber irgendwie machen es einem die Parteien immer schwerer und schwerer ...
Wen soll man denn noch wählen, wenn die Politiker/Parteien selber nicht wissen was sie wollen und wer sie sind .. ?
Früher war das eindeutig:
CDU war für Bonzen und Arbeitgeber - SPD für Sozialengagierte und Arbeitnehmer - Grüne für Umwelt und gegen Atomkraft - FDP .. nun ja .. so ne Art Quotenhoppser (Nie begriffen was die wirklich wollen .. und noch weniger warum die letzt gewählt wurden).
Und heute ... ????
Einheitsbrei.
Jahrzehntelange Parteiarbeit hat es geschafft, dass niemand mit Profil und Eigenverantwortlichkeit mehr "nach oben" kommt.
Die Politiker in Deutschland sind charakterlose fade Schauspieler, die die wichtigsten Entscheidungen im Land treffen, aber menschlich nicht in der Lage sind wirklich SELBSTVERANTWORTLICH zu handeln.
Sie haben ja auch nichts zu verlieren.
Wer jemals zum 1% der Parteien-Elite gehört hat, der wird nie in die Gefahr kommen in Armut im Alter zu sterben.
Zuviele Posten und Pöstchen die hin und her geschoben werden, zuviele Renten, Pensionen und Abfindungen ....
Ehre und Ansehen ist spätestens seit Kohl's Weigerung zurückzutreten, obwohl er erkennbar heftigen Mist gebaut hatte, unmodern geworden.
Das Schlimmste was einem deutschen Politiker passieren kann, ist Wählerstimmen verlieren.
Nicht, dass es einen Politiker schert was der Wähler / das Volk sagt - Nein - allein die Schelte der Parteigenossen zählt, denn diese sind die Einzigen, die zumindest etwas Einfluß auf das Wohlergehen haben.
Ich glaube nicht, dass das Demokratie ist, die wir hier in Deutschland haben.
.......... oder irgendwas ist irgendwann böse schiefgelaufen.
Aber alles sinnieren hilft nichts:
Heute ist Wahltag ... *stöhn* ... ich frag mich was das Wort "Wahl" dabei zu suchen hat. Man hat eigentlich keine WAHL.
Man kann wählen welche Farbschattierung von Sch**** man seine Stimme gibt, das ist alles.
Ich hasse Wahltage.
luxuskatze am 27. März 11
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